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 Sternwarte Nordschwarzwald
Infokasten Sternwarte
  Gemeinde Schömberg-Bieselsberg im Nordschwarzwald

Sternwarte Bieselsberg
 
Die Sternwarte in Schömberg-Bieselsberg ist seit dem Herbst 2003 in Betrieb. Die günstige Lage eines Südhangs in circa 600 Metern Höhe, mitten im dünnbesiedelten Nordschwarzwald gibt diesem ehrgeizigen Projekt des Astronomischen Arbeitskreises Pforzheim einen idealen Standort. Langjährige Beobachtungen mit transportablen Teleskopen haben die Streulichtarmut und Nebelsicherheit dieser Lage bewiesen. Der tiefe Südhorizont erlaubt die Beobachtung und Fotografie südlichster Himmelsobjekte in Fornax, Walfisch, Schütze oder Skorpion.
Auf der Sternwarte gibt es regelmäßige Führungen und Veranstaltungen für die Öffentlichkeit. Da es sich um Beobachtungen handelt, ist die Sternwarte normalerweise nur Abends geöffnet. Die Termine und die weiteren Details finden sich in dem Infokasten rechts.

Geographische und technische Daten
Lage
8° 42' 16",869
 östl. Länge
48° 47' 58",770
 nördl. Breite
585 m
 ü. N. N.
Bau
Spatenstich:  20. April 1996
Bauzeit:
 ca. 7 Jahre
Kuppeldurchmesser:
 5,5 m
Teleskop
Typ:
 Refraktor
Öffnung:
 150 mm
Brennweite:
 2250 mm
Ausrüstung
Sonnenfilter




Termine Öffnungszeiten und Events
Wo ist das? Wie finde ich die Sternwarte in Bieselsberg?
Ö,NV Öffentliche Nahverkehrs-
verbindungen

Kein Parkplatz! Keine Parkmöglichkeiten an der Sternwarte!
keine Toilette! Keine Toiletten an der Sternwarte!

sonnig! Die aktuelle Wetterlage an der Sternwarte: www.schoemberg-wetter.de wolkig!

Die Bauphase
Prinzipskizze Sternwarte Die Bauphase ist mittlerweile im Wesentlichen abgeschlossen. Die Sternwarte besteht aus einem zweigeschossigen Kuppelbau von 5,5 Meter Durchmesser In einigen Metern Abstand befindet sich ein kleines, später beheizbares Aufenthaltsgebäude von 4 mal 4 Metern Ausdehnung. Der Kuppelbau wird natürlich nicht geheizt, um beim Beobachten eine optimale Bildqualität sicherzustellen.

In der 5,5 Meter Sternwartenkuppel ist zur Zeit übergangsweise ein 150/2250mm Refraktor montiert. Für die nahe Zukunft ist die Installation eines modernen Spiegelteleskops vorgesehen. Das Untergeschoss dieses Gebäudes ist für die Computersteuerung und die sonstigen Betriebseinrichtungen des Teleskops vorgesehen.
Richtfest
Das Linsenteleskop
Refraktor
Im Vorfeld der Sonnenfinsternis am 11. August 1999 wurde im Kuppelbau zunächst das große Linsenteleskop in Betrieb genommen. Mit einer Öffnung von beachtlichen 150 mm und einer Brennweite von 2,25 Metern ist dieser Großrefraktor ein enorm leistungsfähiges Teleskop für die detaillierte Beobachtung vor allem der Sonne, des Mondes und aller Planeten. Die Optik des Linsenteleskops stammt aus der Werkstatt des renommierten Fernrohrbauers "Lichtenknecker Optics" aus Belgien (vormals Weil der Stadt). Die hohe Qualität der Optik konnten wir zwischenzeitlich an einem Prüfinstitut der Uni Tübingen bestätigen lassen.

Das Teleskop wurde Anfang August 2003 auf einer sehr stabilen Selbstbau-Montierung im fast fertig gestellten Kuppelbau in Bieselsberg installiert und mit allem Zubehör sowie einem 60/700 mm Leitrefraktor und einem 6x30 mm Sucher ausgestattet. Ferner gibt es einen Objektiv-Sonnenfilter, der das Teleskop auch tagsüber nutzbar macht. Insbesondere bei Veranstaltungen, die tagsüber auf der Sternwarte stattfinden, ist der Sonnenfilter ein wichtiges Element der Sonderausstattung der Sternwarte Nordschwarzwald.

Auch wenn in absehbarer Zukunft das große Spiegelteleskop den Platz unter der Kuppel der Sternwarte einnehmen wird, bleibt der Lichtenknecker-Refraktor eine optimale Ergänzung. Die Sternwarte Bieselsberg wird dann über eine hervorragend vielseitige Ausstattung an Teleskopen
verfügen, und ist für alle Beobachtungsvorlieben bestens gerüstet.
Das Spiegelteleskop

Hauptteleskop der Sternwarte Bieselsberg wird ein Spiegelfernrohr der Halb-Meter-Klasse sein, das von einer parallaktischen, deutschen Montierung getragen wird. Diese wird bei einem Eigengewicht von einigen hundert Kilogramm mit ihren 100 und 120 mm starken Achsen und Halb-Meter-großen Schneckenradantrieben ein wahrlich imposantes Bild abgeben. Die Lagerung des 508/2100 mm Newton-Hauptspiegels erfolgt in einer massiven 18-6-Punkt-Flotations-Hauptspiegelzelle um stets eine perfekte Oberflächengestalt des Spiegels zu gewährleisten. Ein Crayford-Okularauszug mit Teflon-Lagerung verspricht eine akkurate Bildfokussierung. Ein etwas überdimensionierter Fangspiegel mit einer kleinen Achse von beachtlichen 125 mm garantiert eine optimale Ausleuchtung des gesamten Bildfeldes. Der angeflanschte 90/1000 mm Leitrefraktor ermöglicht eine genaue Kontrolle der computergesteuerten Positionierung, selbst wenn der Okularauszug des Newton-Reflektors wegen der angeflanschten Off-Axis-Guider und CCD-Kamera nicht einsehbar sein sollte.
Fernrohr-Schema